3. Innovationstag bei Königsdruck in BerlinInnovative und nachhaltige Druckprodukte dank LED-UV

Am 26. März lud Königsdruck in Berlin über 150 Kunden und Geschäftspartner zum 3. Innovationstag des Unternehmens ein. Im Mittelpunkt stand die LED-UV-Technologie, mit der die Designdruckerei seit einigen Wochen für Furore sorgt.

Wie es dazu kam, erläuterte Firmengründer Olaf König. Auf der Suche nach spannenden Themen, mit denen er das Unternehmen qualitativ und ökologisch weiterentwickeln kann, kam er auf die LED-Technologie. Er lernte die Entwickler der LED-Strahler kennen und begab sich auf die Suche nach einem Druckmaschinenhersteller, der ihm die passende Maschine dazu baut und liefert. Hier kamen KBA ins Spiel und die Lieferung einer Rapida 106 mit sechs Farbwerken und Lackausstattung. Um diese Investition herum bündelten die Fachleute von Königsdruck Kompetenzen im Maschinenbau, in der Farb- und Trocknerentwicklung und aus der Druckpraxis. So entstand in Berlin ein „internationales Drehkreuz der LED-Technologie“ für den Offsetdruck.  

LED-UV: ein Plus für Qualität und Umwelt

Dirk Winkler, Bereichsleiter Drucktechnik von KBA, sprach über die Vorteile von LED-UV für Druckbetriebe und deren Auftraggeber. Das Verfahren zeichnet sich durch eine besonders hohe Druckqualität aus. Besonders auf kritischen Natur- und Offsetpapieren besticht es durch einen spitzeren Punkt und hohe Brillanz. Durch die elastische Polymerisation neigen die Drucksachen bei hoher Farbbelegung kaum noch zum Falzbrechen. Auch ohne Schutzlackierung lassen sich die Bogen sofort weiterverarbeiten. Auf den Einsatz von Druckpuder kann man verzichten. Im Gegensatz zum traditionellen UV-Prozess entsteht kein Ozon und keine Geruchsbelastung. Der geringe Energiebedarf und die mineralölfreien Farbsysteme machen das Verfahren umweltfreundlich. Denn im Vergleich zu herkömmlichen UV-Verfahren liegt der Energiebedarf nur bei 20 Prozent.  

Ein Jahr Entwicklungspartnerschaft mit KBA und AMS ließen Richard Wilson und Markus Menges von der Flint Group Revue passieren. Die LED-Farben sind jetzt unter dem Namen „KBA Prime Print LED-UV powered by Flint Group“ erhältlich. Nun soll die Entwicklung von Drucklacken vorangetrieben werden. Daneben sind Tagesleucht-, Metallic- und Bio-Farben, migrationsfreie Farben sowie LED-Farbserien für nichtsaugende Bedruckstoffe geplant bzw. in Vorbereitung.  

Carsten Barlebo vom Trocknerhersteller AMS erinnerte sich an sein erstes Treffen mit Olaf König. 2013 philosophierten beide darüber, wie man das Drucken „grün“ machen kann. Einem Quantensprung gleich entwickelte sich die LED-Trocknung. Auf der drupa 2012 stellte AMS das Verfahren vor, hatte aber keinerlei Referenzen. 18 Monate später konnte das Unternehmen 156 Installationen weltweit verbuchen. Zudem verdoppelte sich 2014 die Effizienz der Trocknung.  

Rapida 106 – die Wundermaschine

Olaf König verglich die Entwicklungsarbeit der Partnerunternehmen mit den vier Musketieren: „Jeder ist in seinem Metier ein unerbittlicher Qualitätsverfechter für das gemeinsame Ziel.“ Das Verfahren ist praxisrelevant, die ersten Auftraggeber waren von der hohen Qualität ihrer LED-Drucksachen richtig begeistert. Die Rapida 106 ist dank der hohen Materialvielfalt, die sich in dem Verfahren bedrucken lässt „eine wahre Wundermaschine“. Die Königsdrucker scherzen, sie würden mit ihr alles, außer Wattejacken bedrucken. Hinzu kommt die hohe Leistung: Während die bisherige Technik zwischen 13.000 und 14.000 Bogen/h läuft, produziert die Rapida 106 mit 18.000er Stundenleistung. Auch die Durchlaufzeiten in der Produktion sind beeindruckend: Gerade eben bedruckt, gehen die Bogen sofort auf Falzmaschine und Sammelhefter.  

Carolin Zacharias, Geschäftsführerin bei Königsdruck, brachte die vielfältigen Initiativen des Unternehmens auf den Punkt: „Wir beschreiten den Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen. Dabei setzen wir nicht nur auf ökonomische und ökologische Aspekte. Für uns sind die sozialen, insbesondere die Bildungsthemen, ebenso von Bedeutung.“ Vor dem Hintergrund, dass rund 7,5 Mio. Erwachsene in Deutschland nicht lesen und schreiben können, hat Königsdruck im September des vergangenen Jahres die Charity-Initiative „HAPPY BY DESIGN“ ins Leben gerufen. An der Seite der gemeinnützigen Kopf, Hand + Fuss gGmbH will Königsdruck das Tabuthema Analphabetismus öffentlich machen. Als Hilfe zur Selbsthilfe soll die deutschlandweit erste App namens „IRMGARD“ auf den Weiterbildungsmarkt gebracht werden.  

Dass Nachhaltigkeit viele Gesichter hat, konnten die Fachbesucher an Messeständen von Königsdruck-Kunden sowie Bio-Produkten aus dem Ökodorf Brodowin live erleben. Dessen Geschäftsführer Ludolf von Maltzan: „Wir müssen der Erde mehr überlassen als wir ihr entziehen. Das, was wir von ihr erhalten, müssen wir bewahren. Bei der Drucksachenproduktion genauso wie in der ökologischen Landwirtschaft.“  

Die Druckfachleute waren am Ende nicht nur von der Veranstaltung selbst, sondern auch von Mustern aus dem Liveandruck, die sie direkt danach mit nach Hause nehmen konnten, begeistert. Diese lassen sich jetzt auch über die Website von Königsdruck bestellen.

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